Kategorie: News

Zur aktuellen Lage

Bereits seit längerem bemängeln Fans und Mitglieder eine immer zunehmende Entfremdung von ihrem FCA. Diese begann bereits vor der Corona-Pandemie, wurde durch diese weiter verstärkt und fand in den letzten Tagen nun ihren bisherigen Tiefpunkt. Es fällt schwer, das Kaschperle-Theater zu ertragen, das wir seit vergangenem Freitag rund um unseren FCA erleben müssen. Ein Rücktritt von Klaus Hofmann, der mehr Fragen als Antworten mit sich bringt. Mal wieder ein Trainerwechsel, der, anders als viele weitere der letzten Jahre, nicht nur den reinen Wechsel mit sich bringt, sondern vor allem einiges über das Innere des Vereins offenbart. Eine (Nicht-)Verabschiedung von verdienten Spielern, die sich einreiht in eine lange Liste von ehemaligen Leistungs- und Sympathieträgern, die – statt mit Blumen – durch einen Tritt aus dem Verein befördert wurden. Die aktuelle Farce stellt lediglich die Spitze eines Eisberges dar, welcher seit langem in unruhigen Gewässern treibt. Dies bringt unweigerlich einen Vertrauensverlust in handelnde Personen mit sich. Bereits seit längerem sind Machtkämpfe in unserem Verein zu erkennen, die ein Ausmaß an moralischer Verrohung offenbaren, dass es selbst uns die Sprache verschlägt. Und hier liegt der Kern des Problems: es geht in erster Linie um den Erhalt von Macht und Privilegien statt vollumfänglich um das Wohl des FCA! Von dieser Generalkritik können sich nur die allerwenigsten Personen in Aufsichtsrat/Vorstand des e.V. und der KGaA ausnehmen. Wir können aktuell noch nicht absehen, welche Auswirkungen der Rücktritt Klaus Hofmanns, dessen Personalunion häufig kritisiert wurde, genau haben wird. Wir halten zunächst sachlich fest, dass sich durch den Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden des e.V. und zeitgleich eines Geschäftsführers der KGaA eine geänderte Situation in unserem Verein ergibt. Eine Situation, die Gefahren birgt, die aber auch eine Möglichkeit sein kann – eine Möglichkeit, den FCA neu zu denken! Weg von Alleinherrschertum, Abschottungstaktik und dem Bündeln möglichst vieler Kompetenzen auf einigen wenigen Schultern. Das über die Jahre verloren gegangene Vertrauen lässt sich nur wiedergewinnen, wenn ein Umdenken stattfindet – und zwar in ausnahmslos allen Bereichen des Vereins. Damit einhergehen muss ein unabhängiger und starker e.V., welcher die Interessen der Mitglieder vertritt und für diese in selbem Maße intern und in der Öffentlichkeit einsteht. Nicht als Gegenentwurf oder Konkurrenz zu irgendjemand oder irgendetwas, sondern als gewinnbringende Ergänzung für alle, für den FCA. Es muss endlich Schluss sein mit dem kruden Verständnis, dass viele Köche den Brei verderben. Wir müssen unseren FCA neu denken und dabei Vielfalt als das nehmen, was sie ist: ein Mehrgewinn für den gesamten Verein! Wer diesen Verein liebt, dem geht es nicht um Macht – es geht um das Einbringen und Bündeln von Kompetenzen. Es ist richtig und wichtig, dass eben diese fachliche Kompetenz – gerade im sportlichen und wirtschaftlichen Bereich – ein zentraler Punkt des erfolgreichen Fußballvereins FC Augsburg ist. Es ist aber eben in gleichem Maße wichtig, dass die Kompetenzen in Bezug auf die Seele des FC Augsburg ebenso Teil des Gesamtkunstwerks sein müssen. Die anstehenden Entscheidungen dürfen nicht – wie sonst üblich – in Hinterzimmern vonstattengehen und zukünftiges Führungspersonal nachträglich der Öffentlichkeit präsentiert werden. Wir erwarten, dass drängende Fragen über Ausrichtung, Struktur des Vereins sowie die Profile der zu besetzenden Positionen innerhalb der Mitgliedschaft diskutiert werden. Marionetten, ehemalige Politiker oder Wichtigtuer ohne entsprechende Kompetenzen sind hierfür, aus unserer Sicht, nicht geeignet. Denn Kompetenzen und Wissen hinsichtlich dessen, was diesen Verein ausmacht und wer er ist, gibt es innerhalb der Mitglied- und Anhängerschaft mehr als genug. Was wir erwarten ist eine öffentliche und transparente Aufarbeitung, gepaart mit der absoluten Bereitschaft zu fortan schonungsloser Ehrlichkeit aller beteiligten Akteure. Zusammen mit einem Umdenken und einer gemeinsamen Neufindung dieses Vereins kann dies der Schlüssel sein, dass unser FCA – trotz der aktuell denkbar schlechtesten Voraussetzungen – zukünftig nicht nur mehr sportlich und wirtschaftlich orientiert arbeitet, sondern auch endlich wieder den Begriff Familie lebt. Die Hand ist ausgestreckt! Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V.

Zweiter Bericht von der Grenze

Vor einer Woche feierte die FCA Fanszene zusammen mit Menschen aus dem Ahrtal und freiwilligen Helfern der Flutkatastrophe 2021 ein Fanfest rund um den Spieltag des FCA gegen Köln. Am gleichen Wochenende erreichte uns auch ein Anruf aus Rumänien. Izabella, eine Sozialarbeiterin und ehrenamtliche Flüchtlingshelferin informierte uns, was sich seit unserem letzten Besuch vor Ort im Lagebild verändert hat.Knapp 7 Wochen ist es her, seit wir die Spenden der FCA- und AEV-Familie über den UBT e.V. ins rumänisch-ukrainische Grenzgebiet gefahren haben, um den Fliehenden zu helfen und ihnen, wie auch den rumänischen Helfern unsere Solidarität zu zeigen.Seitdem hat die Anzahl der täglich aufgenommenen Ukrainer parallel zum Spendenaufkommen abgenommen. Aber die Versorgung der im Grenzgebiet auf rumänischer Seite bleibenden Fliehenden muss dennoch gewährleistet werden. Unsere osteuropäischen Nachbarländer stemmen dabei immer noch die Hauptlast, bei geringerem Einkommen und geringerem Wohlstand im eigenen Land.Ebenfalls hat sich in Izabellas direktem Umfeld ergeben, dass ihre Organisation ca. 60 ukrainische Waisenkinder aufgenommen und auf geflohene ukrainische Familien verteilt hat. Ein Kraftakt für die fünf (!) aufnehmenden Familien, die selbst alle Kinder haben und dennoch – ohne zu zögern – bereit waren, den Schutzbedürftigen ein Familienleben zu ermöglichen. Freitagmittag (06.05.2022) ging es für sechs Freunde des UBT e.V. mit zwei vom FC Augsburg gesponserten 9-Sitzern über Österreich und Ungarn nach Rumänien, wo wir wieder gegen 01:00 Uhr nachts ankamen. Unser Team konnte dieses Mal auch auf die Unterstützung einer Ukrainerin bauen, welche wir bei unserem ersten Trip an der Grenze bei Satu Mare mit ihrer geflohenen Familie trafen und nach Augsburg vermitteln konnten. Als Dolmetscherin und beim Anpacken war sie eine extrem große Hilfe für uns. Am Samstag, 07.05.2022, ging es direkt in der Früh los nach Negresti-Oas sowie Certeze, wo wir zum einen die Sachspenden aus Augsburg bei Pater Radu am Versorgungspunkt abluden, aber auch direkt Einkäufe gemäß Anforderungsliste mit anliefern konnten (Frisches Obst, Gemüse, Großküchenlebensmittel, etc..).Pater Radu betreibt dort ein Gemeindezentrum, in dem die Geflohenen gemeinsam Mittagessen, Zeit miteinander verbringen und die Kinder im Kreise ihrer neuen Freunde bei Gesellschaft und Spiel ein wenig Ablenkung erfahren.Aus diesem Kreis rekrutierten sich auch die fünf Familien, die die Waisenkinder aufnahmen.Für diese galt es als nächstes einzukaufen. Zwar bekommen die Ukrainer in Rumänien eine Grundsicherung, davon aber zum Teil 18 Kindern ein würdiges Leben und Aufwachsen zu ermöglichen, ist schwer.Also teilten wir unsere Gruppe in zwei Trupps auf und fuhren die nächsten Besorgungen machen. Das größte Problem an so einem Großkampftag ist das Zeitfenster, welches sich irgendwann schließt und in dessen Rahmen man so viele Einkäufe und Lieferfahrten wie möglich machen muss, um möglichst viele Spenden an die Frau und den Mann zu bringen und so auch unseren Spendern gerecht zu werden. Ihr vertraut uns eure Gelder an, um effektiv und zielgerichtet zu helfen. Diesem Vertrauen wollen wir mit vollem Gewissen und ehrlicher Arbeit entsprechen. Bei der Auslieferung an die 5 Familien waren wir von der Hilfsbereitschaft der (neuen) Eltern ebenso beeindruckt, wie von der Geschwisterliebe untereinander. Man hat zu keinem Zeitpunkt so etwas wie Neid oder eine negative Rangordnung zwischen leiblichen und „adoptierten“ Kindern gespürt.Die vielen Umarmungen, das gemeinsame Lachen und die Lieder, die wir als Dank bekommen haben, waren und sind Gold wert. Und: Natürlich fand man auch kurz Zeit, um miteinander Fußball zu spielen oder den Kindern beim Seifenblasen machen zuzuschauen.Unser Respekt gilt hier ganz im Besonderen den großartigen Eltern, die sich so um ihnen fremde Kinder kümmern! Nachdem wir die Familien beliefert hatten, brachen wir nach Sighetu Marmației auf.Der Brückenkopf an der Grenze ist euch vielleicht noch von unserem ersten Besuch ein Begriff. Zwar hat die Zahl der täglich Aufzunehmenden abgenommen. Aber auch die Spendenlieferungen sind stark rückläufig. Eine kurze Absprache später wussten wir, was am dringendsten gebraucht wird und wir lieferten literweise Trinkwasser und Fruchtsaftgetränke an, sowie mit der zweiten Lieferung wieder Lebensmittel und Hygieneartikel.Teilweise war es uns schon unangenehm, den örtlichen Kaufland im 30-Minutentakt aufzusuchen, aber die Belegschaft kannte uns schon und wusste auch, für welche Sache wir unterwegs sind.So wurde für unsere Einkäufe immer eine eigene Kasse geöffnet und gleich mehrere Mitarbeiter unterstützten an dieser für einen zügigen Ablauf. Das vorhin angesprochene Zeitfenster war auf Grund der Ladenöffnungszeit bis 22:00 Uhr kurz davor, sich zu schließen, als wir noch ein letztes Mal ansetzten und für den nächsten Morgen einkauften.Mit der letzten Lieferung an Lebensmitteln unterstützten wir am Sonntagmorgen wieder den rumänisch-ukrainischen Verein in Micula, der die Spenden über die Grenze an Binnenflüchtlinge und andere Betroffene liefern wird.Das restliche Geld, immerhin noch eine stolze Summe von knapp 3.500, – € bekam dann auch dieser Verein, welcher uns mittlerweile mit seinen tollen Ehrenamtlichen richtig ans Herz gewachsen ist und mit seiner Arbeit versucht, das Leid für die Bevölkerung in der Ukraine zu mindern. Insgesamt hat der Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V. somit zwei gut gefüllte 7,5 Tonner an Sachspenden zur Unterstützung der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zugestellt. Im Gesamten konnten wir den Menschen vor Ort in den letzten Wochen mit gut 34.000 € an Spendengeldern unbürokratisch helfen.Das alles war nur möglich, weil die FCA- und AEV-Familie mit all ihren Akteuren mal wieder ein großes, solidarisches Herz für Menschen in Not gezeigt hat. Danke an euch alle! Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V.

RÜCKKEHR AUF DIE UBT

Länger als zwei Jahre ist der letzte organisierte Auftritt der Fanszene nun her. Eine Zeit voller Entbehrungen, Verzicht, Sehnsüchte und Träume. Mit dem Wegfall der Maskenpflicht am Platz fällt für uns die letzte Hürde zu einem Stadionbesuch, dem wir mit einem organisierten Support wieder den entsprechenden Rahmen geben wollen. Deswegen werden wir ab dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg wieder wie üblich auftreten.Wir sehen uns um 14:30 Uhr vor den Blockeingängen der Ulrich-Biesinger-Tribüne zum gemeinsamen Einsingen. Auf Augsburg! Die Gruppen und Fanclubs der UBT www.original1907.de

Absage der morgigen Veranstaltung

Leider müssen wir die für morgen geplante Veranstaltung aus gesundheitlichen Gründen relevanter Teilnehmer absagen. Wir werden in Kürze über einen neuen Termin informieren.

Bericht von der Grenze

Nach dem Angriff russischer Truppen auf ukrainisches Gebiet – und die damit verbundene humanitäre Katastrophe – war es uns ein ehrliches Anliegen, unser Netzwerk zu nutzen, um humanitäre Hilfe zu leisten. Auch Menschen aus Augsburg, die bereits die Aktion des Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V. im Ahrtal unterstützten, traten an uns heran. Sie würden auch gerne spenden und uns supporten, sollten wir tätig werden. Nach kurzen Absprachen mit der aktiven Fanszene des AEV war klar definiert, wie wir helfen würden. Auch der FC Augsburg war sofort für eine Zusammenarbeit bei dieser Hilfsmission zu haben und so rollte die Hilfe nach dem Flyeraufruf vom 05.03.2022 zügig an.Im Fanprojekt Augsburg kamen dank der Hilfsbereitschaft vielzähliger Augsburger*innen und Freiwilligen aus der Fanszene innerhalb einer Woche genug Sachspenden zusammen, um einen 7,5-Tonner und zwei 8-Sitzer zu füllen. Parallel wuchs der Geldbetrag auf unserem Spendenkonto auf eine enorme Summe.Bis zu unserer Abfahrt kamen gut 30.000,00 € Spendengelder zusammen und auch während unserer Arbeit im rumänisch/ukrainischen Grenzgebiet wurden noch weitere, knapp dreieinhalb tausend Euro gespendet. Der 12.03., Samstag, verkam dann noch zum Großkampftag rund um das Fanprojekt. Laufend kamen neue Spenden rein und – der Spielabsage geschuldet – begannen Dutzende Eishockey- und Fußballfans damit, den Lkw zu beladen. Die Spendenabgaben rissen auch bis zum Sonntag nicht ab, so dass wir bei Abfahrt um 10:30 Uhr den Spender*innen melden mussten: „Wir sind komplett voll, es geht nichts mehr rein.“Aber auch diese Spenden werden ihren Weg zu den ukrainischen Kriegsflüchtlingen finden.Vor Abfahrt gab es dann eine weitere positive Überraschung: Warme Leberkässemmeln für die acht Reisenden, gesponsert vom Fanclub Bella Augusta. Die Fahrt verlief wie erwartet unspektakulär, lediglich die ungarische Grenze machte uns im Vorfeld Sorgen. Mit einem auf ungarischer Sprache verfassten Schreiben des FCA ausgestattet, welches uns als offiziellen Hilfskonvoi des Vereins deklarierte, wurde diese Hürde aber im Eilverfahren genommen. Nach 18 Stunden Fahrt kamen wir in Satu Mare an und konnten um 03:30 Uhr im Hotel einchecken. 3,5 Stunden später ging es los, die erste Abladestation anfahren.Ausgewählt wurde ein rumänisch/ukrainischer Verein bei Micula, welcher Flüchtlinge, aber auch Menschen, die nicht fliehen können oder wollen und in der Ukraine verbleiben, unterstützt. Von Micula aus sind es noch ungefähr 15 Minuten Fahrzeit bis in die Ukraine. Überrascht über die Unterstützung aus Augsburg gab es zum Abschied den ersten Palinka (Schnaps der Einheimischen) und von uns die Zusicherung, dass wir am nächsten Tag den herrschenden Bedarf mit einer Lieferung decken würden. Während wir uns verabschiedeten, fuhr ein Sprinter, den wir zum Teil direkt beladen hatten, schon los, um unsere Spenden zu den Menschen in die Ukraine zu bringen. Weiter ging die Tour – parallel verlaufend zur ukrainischen Grenze – durch zahlreiche Ortschaften und Kleinstädte über zwei Bergpässe nach Sighetu Marmației. Die im Norden gelegene Stadt mit ihren knapp 38.000 Einwohnern hat einen direkten Grenzübergang zur Ukraine.Die rumänische und die ukrainische Seite werden dabei durch den Grenzfluss Theiß getrennt. Ein Brückenübergang dient direkt als Grenzposten für beide Seiten.Im südlichen Bereich haben rumänische Freiwillige, NGO´s und die Behörden der Stadt Sighetu Marmației einen Brückenkopf für die ankommenden Flüchtlinge errichtet. Hat uns in Micula und auf unserer Tour schon die Hilfsbereitschaft und Empathie der rumänischen Bevölkerung für ihre ukrainischen Brüder und Schwestern beeindruckt, so waren wir hier auch noch von der Organisation vor Ort schwer beeindruckt. Zwei Straßenzüge wurden mit Zelten zu einem gut durchorganisierten Willkommensort für die ukrainischen Flüchtlinge gemacht. Von mehreren Erste-Hilfe-Zelten für die medizinische Erstversorgung über geistliche Ansprechpartner verschiedener Konfessionen (Judentum, Orthodoxe, Christen, etc…), einem Kinderzelt zur Ablenkung für die Kleinen bis hin zu einem gut durchdachten Meldezelt mit Erfassung der Flüchtlingsdaten, Europakarten für die Hilfesuchenden, Busplänen (Busse werden in der Masse von zivilen Organisationen aus Europa gestellt) und vielem mehr, war alles vorhanden. Natürlich auch das obligatorische Verpflegungszelt, in dem mit unseren Spenden u.a. Lunchpakete abgepackt und verteilt wurden.Ziel hier ist es, einen Flüchtlingsanstau zu vermeiden und den Ankommenden auf deren Wunsch zügig Busse zuzuweisen, um sie dann in Europa zu verteilen. Lediglich die Geflohenen, die auf ein rasches Ende des Krieges hoffen, werden in der Stadt selbst verteilt. Gemäß den Angaben der Organisatoren stellt dies bisher auch kein Problem dar, da die Einheimischen die Menschen aus der Ukraine mit offenen Armen empfangen. Verbindung nahmen wir hier mit Vertretern der örtlichen Organisation an einem Sägewerk auf, welches Teile seiner Lagerhallen für die Organisation der Sachspenden zur Verfügung stellt.Nachdem wir unsere Spenden aus Augsburg abgeladen hatten, fuhren die beiden Transporter direkt an die Grenzstation und die Lkw Besatzung ging die rund 1000 Meter mit einem der Hauptorganisatoren zu Fuß und konnte so erste Eindrücke im Gespräch gewinnen.Die Transporter waren immer noch gestapelt voll mit Lebensmittelspenden, welche direkt abgeladen werden konnten. Vor Ort bekam unsere Delegation eine Führung und wir konnten auch hier Bedarf ermitteln. Zum einen für den sofortigen Einkauf, zum anderen für den Folgetag. Alex, ein Freiwilliger Helfer aus Rumänien, brach dann mit uns in die Stadt auf, wo wir unsere Truppe aufteilten, um nicht einen Supermarkt leer zu kaufen, sondern in Maßen die benötigten Mittel (Babynahrung, Windeln, Einwegbesteck, Getränke, Lebensmittel) zu kaufen. Außerdem galt es, seriöse Wechselstuben ausfindig zu machen.Nach dem ersten Einkauf ging es zurück zum Brückenkopf. Während wir einen unserer 8-Sitzer entluden, auf dem speziell für Babys Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel gelagert waren, wurden wir von 2 Damen aus Augsburg angesprochen, welche mit einer Stuttgarter Firma vor Ort waren. Diese hatte zum zweiten Mal einen Bus gestellt und innerhalb der Mitarbeiterschaft eine Abfrage laufen lassen, wer sich bereit erklären würde, Flüchtlinge aus der Ukraine nach Deutschland zu begleiten. Respekt!Unsere Lkw-Besatzung machte sich dann schon wieder auf den Weg nach Satu Mare, um dort für den nächsten Tag Verbindung mit einem Großhändler aufzunehmen und Absprachen zu treffen. Zwischenzeitlich kamen immer neue Flüchtlinge an und deren Mimik und ihre Augen sprachen ebenso Bände, wie die stressbedingten körperlichen Erscheinungen (Erbrochenes in den Dixies, etc…), die Flucht mit sich bringen.Beim nächsten Einkauf organisierten wir auch noch Diesel für die Hilfsorganisation, welche auch über die Grenze fährt, um den Menschen dort vor Ort einen Teil der Spenden zuzuführen.Auch unsere osteuropäischen Partnerstaaten haben mit den aktuellen wirtschaftlichen Begleiterscheinungen des Krieges zu kämpfen, sind aber gemessen am monatlichen Durchschnittseinkommen bei fast gleichen Lebensmittel- und Energiekosten deutlich härter getroffen.Da bei diesem Einkauf auch Isabella, eine weitere Freiwillige aus Rumänien mit vor Ort war, konnten wir mit ihr den Bedarf an Medizin für die „Hausapotheke“ des Brückenkopfes etwas decken.Nach dieser Lieferung ging es im Eilmarsch zurück nach Satu Mare, wo mit zwei Einheimischen und Verwandten von einer Aktivistin unserer Hilfscrew den Abend bei Essen (wurde den kompletten Tag über außen vorgelassen), Gesprächen und dem obligatorischen Palinka ausklang. Am Dienstag ging es dann nach dem Frühstück zum Großhändler, der uns top zuarbeitete. Gemeinsam ging ein Teil unserer Gruppe mit dem Großhändler die Bedarfslisten durch, während ein weiterer Trupp für Sighetu Marmației Babynahrung, Thermoflaschen und Wasser speziell für Kleinkinder einkaufte. Der Rest war wieder dabei, Geld zu wechseln, abzuheben und die in Deutschland ansässigen Bankmitarbeiter von der Dringlichkeit der Bearbeitung mancher Dinge zu überzeugen. Nachdem die erste Ladung für unseren Lkw fertig war, ging es wieder nach Micula. Zeitgleich packte der Großhändler die Lieferung für Sighetu Marmației, so dass wir nach dem Abladen zügig weiter kommen würden. In Micula saß gerade eine ukrainische Familie, welche mit ihrem krebskranken Großvater eine dringende Weiterverbringung benötigte. Zuerst waren sie für unsere Abfahrt am nächsten Tag geplant, jedoch fand sich jemand, der sie schneller nach Deutschland verbringen konnte, wo es sicherlich ein Wiedersehen in Augsburg geben wird. Die Dankbarkeit, die wir in solchen Momenten erleben, ist natürlich schwer zu beschreiben. Ebenso schwer greifbar, die überraschten Reaktionen, wenn den Geflüchteten Empathie und Mitmenschlichkeit entgegenschlägt. Das sollte selbstverständlich sein, die Reaktionen zeigen aber wohl, was diese Menschen leider vor und während ihrer Flucht durchlebt haben.Tagsüber haben wir schon festgestellt, dass sich unser Besuch in Satu Mare herumgesprochen hatte. Die Menschen vom ukrainisch/rumänischen Verein haben es sich auch nicht nehmen lassen, jedem von uns ein Geschenktütchen mit 2 Falschen Palinka mitzugeben. Hätte es nicht gebraucht, wird aber natürlich gerne angenommen. Vielen Dank für eure Arbeit und eure Gastfreundschaft! Gegen frühen Nachmittag starteten wir dann vom Großhändler wieder Richtung Norden.Den Lkw entluden wir nach kurzer Absprache erneut am Sägewerk und schickten dazu parallel unsere 8-Sitzer mit Kleinspenden an den Brückenkopf an der Grenze.Nach knapp 2 Stunden Arbeit wurden wir dann noch von den Helfern vor Ort zu einem warmen Abendessen eingeladen und nach regem Austausch begannen wir mit dem Rückmarsch zu unserem Hotel, welches wir gegen 23:30 Uhr wieder erreichten. Während sich tags drauf der vom FCA gemietete Lkw und einer der 8-Sitzer, der ebenfalls vom FCA gestellt wurde, Richtung Deutschland auf den Weg machten, verblieb der 11er-8-Sitzer einen weiteren Tag in Rumänien, wo sie u.a. ein Kinderheim aufsuchten. In diesem waren 40 ukrainische Waisenkinder und 20 Mütter mit Kindern untergebracht. Abgelegen in den Bergen waren auch sie sehr überrascht, dass Augsburger vorbeischauten, um Spenden abzugeben und ihre Solidarität zu zeigen. Wir wünschen allen Kriegsflüchtlingen eine herzliche Aufnahme. Den Menschen in der Ukraine ein sofortiges Ende des russischen Angriffskrieges und ein menschenwürdiges Leben in Frieden und Freiheit! Bedanken möchten wir uns bei allen Spendern! Die Sachspenden waren absolut zweckmäßig, gut vorbereitet und in genau passender Anzahl – herzlichsten Dank!Die Geldspenden kamen stetig rein und gaben uns Sicherheit bei der Vorplanung für die Phase der Durchführung in Rumänien. Euer Geld wurde bedarfsgerecht eingesetzt und es kam dadurch genau das an, was uns vor Ort als Bedarf genannt wurde – vielen Dank!Ebenso gilt unser Dank Irene und ihrem Team aus der Rosenaugaststätte!Danke für die vielen warmen Worte und Wünsche für die Fahrer-Crew!Und zuletzt einen Dank an unsere europäischen Schwestern und Brüder, die direkt an der ukrainischen Grenze gelegen die Hauptlast tragen und mit Herz und Verstand den Fluchtsuchenden die Aufnahme in der EU ermöglichen und erleichtern! Danke! Für die organisierte AEV-Fanszene und den UBT e.V. hat sich mal wieder gezeigt, dass es Sinn macht, nach reiflicher Prüfung und Planung im Schwerpunkt zu arbeiten. So kommen die Spenden zügig und zweckmäßig an und Notwendigkeiten vor Ort können durch die Geldspenden direkt behoben werden. Es versickert nichts in der Verwaltung, nichts in Personalkosten und nichts in Werbeschreiben.Danke für euer Vertrauen! Wir machen weiter. Organisierte AEV-FanszeneUlrich-Biesinger-Tribüne e.V.