Author: Andy Birkfeld

Infektionen bekämpfen – mit dem Virus leben lernen – Sport nicht abwürgen

Sowohl die absolute Zahl der positiven Tests als auch der relative Anteil der positiven Ergebnisse nimmt nahezu exponentiell zu. Auch unsere Heimatstadt Augsburg hat die definierte Schwelle von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner leider ohne Probleme gerissen. Es gibt also allen Anlass, Vorsicht walten zu lassen und insbesondere Risikogruppen durch eigene Vorsicht zu schützen. Der Grat zwischen sinnvollen Schutzmaßnahmen und sinnlosem Aktionismus ist allerdings schmal. Für die konsequente Einschränkung ausufernder Feiern in geschlossenen Räumen und die Maskenpflicht in Einkaufsräumen sowie in Verkehrsmitteln hat jedermann Verständnis. Die Beachtung der AHAL-Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften) sollte nach vielen Monaten auch beim letzten Eremiten angekommen und in Fleisch und Blut übergegangen sein. Aber warum Eltern ihren Kindern nicht beim Fußballspiel/-training zusehen und Amateurvereine keine Zuschauer im Freien an die Fußballplätze lassen dürfen, während abends hunderte Zuschauer stundenlang im Theatersaal sitzen oder morgens vollgestopfte Straßenbahnen Schüler zur Schule bringen, muss nicht verstanden werden. Warum beim Spaziergang durch die menschenleere Maximilianstraße eine Maske getragen werden muss, um keine Passanten zu infizieren, nicht aber in der Bismarckstraße, erschließt sich nicht. Dass draußen, außerhalb dicht gedrängter Menschenmengen andere Leute infiziert werden können, ist nahezu ausgeschlossen. Mit solchem Aktionismus stärkt man nur Verwirrte und Aluhutspinner, die am Wochenende dicht gedrängt auf Demos ihren kruden Überzeugungen freien Lauf lassen. Wir werden das Virus so schnell nicht mehr los, also müssen wir lernen damit im Alltag umzugehen ohne Kultur, Sport, soziale Kontakte und das Wirtschaftsleben sterben zu lassen. Der andauernde Alarmzustand führt nicht zwangsläufig zu mehr Schutz vor Infektionen. Wer wissen will wie’s richtig geht, darf einen Blick auf das letzte FCA Heimspiel werfen. Das Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund fand mit 6.000 Zuschauern statt und das unter größtmöglichen Schutz für alle Beteiligten. Gute Organisation, Selbstdisziplin und die Beachtung der Hygieneregeln sind unsere Hoffnung – nicht plakative Placebos, über die die Menschen nur den Kopf schütteln können. Wir fordern die Freigabe des Amateur- und Breitensportes im Freien für Zuschauer! Die paar hundert Leute, die sich in der Kälte an die Sportplätze stellen, sind keine Infektionsgefahr. Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V.

Informationen zur teilweisen Zuschauerrückkehr

Für die nächsten Spieltage herrscht nun Klarheit unter welchen Bedingungen FCA Heimspiele stattfinden werden. Auch wir wollen im Zuge dessen die FCA Familie informieren. Auf dem letzten Tribünentreff wurden die Mitglieder des Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V. befragt, wie sie in der aktuellen Pandemie-Situation zu einem Stadionbesuch stehen. Dabei gab es keine klare und einheitliche Linie. Auch der UBT e.V. will weder eine Empfehlung für noch gegen den Stadionbesuch geben – die Risiken für sich und andere muss jeder mit seinem Gewissen vereinbaren. Einigkeit herrscht aber ob der Tatsache, dass die aktuell mögliche Form des Stadionerlebnisses für die UBT-Mitglieder eigentlich nichts von dem zu bieten hat, was zu einem Stadionbesuch gehört. Ähnlich wird dies von einer Vielzahl der Fanclubs gesehen. Die Ultraszene gab gestern bekannt den Spielen fernzubleiben. Eine detaillierte Einschätzung des Für und Wider wollen wir an dieser Stelle nicht vornehmen, jedoch hat der Fußball, für den wir Fans stehen, nicht viel mit dem aktuellen gemein. Einen Fußball rein zur Selbsterhaltung, nicht für Fans, Mitglieder und Menschen, wollen wir nicht. Essentielle Grundpfeiler unseres FCA sind nicht nur ausschließlich die 90 Minuten auf dem Rasen, sondern eben auch das gemeinsame Miteinander und die soziale Komponente. Ein Spielbesuch lebt davon, dass die gesamte FCA Familie diesem beiwohnen kann und nicht Teile ausgeschlossen bleiben – Risikogruppen gar gänzlich. Ebenso lebt er davon, dass wir unsere Fankultur frei ausleben können. Er lebt auch von Gästefans. Insofern sind wir gespannt, ob es auf absehbare Zeit überhaupt möglich sein wird, den Fußball, den wir lieben, auch wieder leben zu können. Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V.

Übergabe Unterstützerliste „Unser Fußball“

Am Donnerstag, den 27.08. übergaben VertreterInnen der Ulrich-Biesinger-Tribüne dem FC Augsburg die Unterstützerliste. 44 FCA-Fanclubs und Gruppen stehen hinter den Forderungen von „Unser Fußball“, wodurch deutlich unter Beweis gestellt wurde, dass sich ein Großteil der Fans des FC Augsburg einen neuen Fußball wünscht. Wohlwollend haben wir zur Kenntnis genommen, dass auch die Geschäftsführung des FCA der Initiative ihre Unterstützung zugesichert hat und das System Profifußball in der aktuellen Verfassung selbst als krank bezeichnet. Mit der Übergabe wurde nun seitens der Fans und Mitglieder eine deutliche Aufforderung an die Geschäftsführung gesendet. Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V.

Juni-Update Corona Hilfe

Mit der schrittweise vollzogenen Öffnung von Einkaufsläden haben auch wir unser ehrenamtliches Lieferangebot vorerst eingestellt. Der ULRICH-BIESINGER-TRIBÜNE e.V. unterstützte im Zuge dieser Tätigkeit Einzelhändler in Augsburg. Über mehrere Wochen hinweg wurden durch unsere Mitglieder verschiedene Lieferungen im Stadtgebiet und dem Umland immer mittwochs und samstags zugestellt. Die Geschäfte konnten sich somit anfallende Zusatzkosten für den Versand sparen. Unsere Ehrenamtlichen waren hierfür mit Fahrrädern unterwegs und bekamen Sprinter durch den FC Augsburg zur Verfügung gestellt. Ebenso griffen uns die Fanbeauftragten bei der Organisation dankenswerterweise unter die Arme. Dieses Projekt wurde somit fürs erste abgeschlossen, an weiteren wird bereits gearbeitet. Wer auch die Arbeit des ULRICH-BIESINGER-TRIBÜNE e.V. unterstützen möchte, hat weiterhin die Möglichkeit, uns zweckgebunden Spenden zukommen zu lassen (UBT e.V. DE94 7205 0000 0251 9148 67 Betreff: Spende – Corona-Hilfe). Ebenso besteht die Möglichkeit, online eine Mitgliedschaft abzuschließen, um somit nachhaltig den e.V. zu supporten und selbst seinen/ihren Teil beizutragen. Weiterhin Bestand hat unser Einkaufsangebot (). Meldet euch unter der angegebenen Nummer, wenn euch Personen bekannt sind oder ihr selbst Unterstützung benötigt. Wir helfen auch bei Gesichtscreme und Zahnpasta. Zusammenhalten das ist unser Ziel ULRICH-BIESINGER-TRIBÜNE e.V.

Rien ne va plus – Nichts geht mehr!

Im Umgang mit den Folgen der Pandemie auf den Profifußball hat sich dieser demaskiert. In einer maßlosen Selbstüberschätzung der eigenen Wertigkeit innerhalb der Gesellschaft gelang es mit riesiger Lobbyarbeit und hervorragenden Kontakten in die Politik, den Fokus auf die Bedürfnisse der DFL angehörigen Clubs zu lenken, um schnellstmöglich den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können und so den Rubel rollen zu lassen. Um den Sport und die Menschen geht es dem Verband und damit auch den Vereinen hierbei nicht. Fehler wurden in der Vergangenheit gemacht und über Jahrzehnte hinweg eine falsche Entwicklung vollzogen, so dass nun sämtliche Anstrengungen unternommen werden, das kranke System aus Selbsterhaltungszwecken künstlich am Leben zu erhalten. Für uns Fans ist dieses schon lange nicht mehr greifbar. Wir sehen keine Auseinandersetzung mit der Frage, zu welchen Kompromissen man bereit ist, um den Fußball sozial verträglicher und authentischer zu gestalten, damit sich die Basis wieder voll mit ihm identifizieren kann. Denn mittlerweile sehen nicht nur Fußballfans, dass Entscheidungen nicht nach Anstand und Moral, sondern nach der Farbe des Scheines gefällt werden, um weiterhin den wirtschaftlichen Profiteuren des “Produktes Fußballs” gerecht zu werden. Als alternativlos wurde uns die Entscheidung seitens der Fußballfunktionäre verkauft, künftig auf Geisterspiele zu setzen, wohlwissend, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit einem guten Gewissen nicht vereinbar ist. Doch ein Fußball, der keine gesellschaftliche Verantwortung übernimmt und die Basis außen vor lässt, kann keine Alternative sein und erst Recht nicht alternativlos. Wir kritisieren scharf, dass von Beginn an keine ernsthafte inhaltliche Debatte darüber geführt wurde, wie versucht werden kann, sich den Auswirkungen der Pandemie zu entziehen, geschweige denn, dass wir Fans in den Entscheidungsfindungsprozess miteinbezogen wurden. Es ist beschämend, wie leicht die der DFL angehörigen Vereine ein “weiter so” umsetzen, inklusive unserem FC Augsburg. Fußball ist die schönste Nebensache der Welt, ohne Fans im Stadion verkommt er zur Nebensache. Viele Möglichkeiten wurden in den letzten Wochen von Funktionären in Erwägung gezogen, wie der Fußball wieder Bindung zu seinen Fans gewinnen kann. Von Gehalts- und Transferobergrenzen war die Rede, der Einfluss von Beratern solle eingeschränkt werden und auch die Verteilung der Fernsehgelder solle wettbewerbsfördender verteilt werden. Ob den Veränderungen mit Nachdruck nachgegangen wird, wenn der Ball wieder im Spiel ist und somit im Profifußball wieder ein Stück weit Normalität eingekehrt ist, oder ob es sich wieder einmal nur um Lippenbekenntnisse handelt, um den Pöbel ruhig zu stellen, wird die Zeit zeigen. Wir werden auch weiterhin unserem Verein genau auf die Finger schauen. Denn auch in Augsburg ist man seitens der Vereinsführung in den vergangenen Jahren nicht müde geworden zu betonen, das bekannte Rad nicht überdrehen zu wollen. Doch warme Worte allein reichen hierfür nicht aus. Ein anderer Fußball ist möglich.  Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V.

Oster-Aktivitäten in Corona Zeiten

Rund um das Osterwochenende waren zahlreiche Mitglieder des Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V. in und um Augsburg unterwegs, um kleine Freuden zu überbringen und zu unterstützen. So wurden durch unsere Mitglieder sowie Andreas Luthe und Jozo Stanic 15 Hilfseinrichtungen, die in der Kinder- und Jugendsozialarbeit in Augsburg und dem Umland tätig sind, besucht. Neben Kinderheimen waren dies bspw. auch Flüchtlingseinrichtungen oder Waisenhäuser. Der FCA stellte für jede Institution Bälle, Gesellschaftsspiele und Fanartikel als Osterpräsent. Die Fanszene beteiligte sich u.a. mit Schals, Kalendern und Ausmalbildern. Darüber hinaus zeigte sich unsere Mannschaft solidarisch und stifte für jede Einrichtung Gutscheine für Spielwaren- und Freizeithändler. Da all diese aus Läden der Region stammen, wurde parallel auch noch der lokale (Spielzeug-)Einzelhandel unterstützt, der aktuell ebenfalls durch die Coronakrise betroffen ist.Bereits in der Woche vor Ostern übergab der Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V. Lunchpakete an die Drogenhilfe Schwaben. Diese unterstützt und betreut Menschen, die gesellschaftlich häufig eine geringe Lobby haben. Die durch Spenden finanzierten Pakete sollen unseren Mitmenschen den Alltag zumindest zeitweise etwas erleichtern. Der FCA zeigte sich anschließend ebenfalls solidarisch und stellte uns unbürokratisch finanzielle Mittel zur Verfügung, um weitere Pakete zu überreichen. Ebenfalls finanziert durch die bisher erhaltenen Spenden, lieferten UBT-Aktivisten am Osterwochenende eine größere Essenslieferung an die Tafel Neusäß. Bundesweit haben auch die Tafeln mit den Corona-Auswirkungen zu kämpfen. Eine durch Kontaktbeschränkungen erschwerte Weitergabe der Lebensmittel und der Wegfall vieler ehrenamtlicher Helfer, die sich selbst im Risikoalter befinden, verkomplizieren die Arbeit. Zusätzlich erreichen die Tafeln aktuell weitaus weniger Lebensmittel als gewohnt.Das Fritz-Felsenstein-Haus in Königsbrunn ist vielen von uns seit Jahren durch FCA-Fan Simon bekannt. Die Wohngruppe für Erwachsene, in der u.a. auch Simon lebt, ist seit Wochen, wie bundesweit viele Einrichtungen, von Besuchsverboten betroffen. Für die Bewohner ist es kein leichtes auf den Kontakt zu ihren Familien und Freunden zu verzichten, für die Betreuer intensiviert es den Arbeitsalltag durch Mehrbelastung. Durch direkte Spenden einiger FCA-Fanclubs konnten wir Osterkörbe, sowie kleine Aufmerksamkeiten an Bewohner und Betreuer überbringen, alles natürlich unter Einhaltung jeglicher Kontakt- und Abstandsbestimmungen. Wenn ihr diese und weitere Aktionen aktiv unterstützen möchtet, könnt ihr dies ganz einfach von zu Hause aus machen. Die größte Hilfe, so banal es klingt, ist eine Überweisung. Entweder an uns – sämtliche Spenden werden ausschließlich für die Unterstützung sozialer Projekte verwendet – oder direkt an eine Institution eurer Wahl.UBT e.V.DE94 7205 0000 0251 9148 67Betreff: Spende – Corona-HilfeUnser Dank gilt allen bisherigen und zukünftigen Spendern, als auch all denen die in ihrem Arbeitsalltag aktuell noch mehr gefordert sind als sowieso schon. Augsburg und Schwaben bleiben solidarisch!Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V.

Augsburg und Schwaben hält weiter zusammen

Vor rund zwei Wochen haben wir uns mit einem Hilfsangebot an das Schwabenland gewandt. Wir wollen euch nun einen ersten Überblick geben, was seither geschah.  Strukturell haben wir eine Vielzahl an Aktivisten beisammen die – in ganz Schwaben verteilt – bereit stehen. Neben ersten Einkaufshilfen für ältere Mitmenschen, haben wir die vergangenen Wochen zur Vernetzung genutzt. So standen und stehen wir mit einer Vielzahl ehrenamtlicher Gruppen, Organisationen und sozialen Einrichtungen im Austausch, erarbeiten Vorgehensweisen, klären Bedarfe ab und bieten Unterstützung an.  Unserem Aufruf nach Spenden für anstehende Aktionen folgten bereits etliche Personen. So z.B. auch der FCA Fanclub Augsburger Jungs. Diese spendeten dem Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V. die bereits bezahlten und nun wieder zurückerstatteten Auswärtskarten der abgesagten Spiele in Schalke und Berlin.  Nun werden wir einen ersten Teil der Gelder dafür verwenden, diejenigen unter uns zu unterstützen, die es auch ohne die aktuelle Lage schon schwer genug haben und ohne Dach über dem Kopf oder am sozialen Rand leben. Wir ihr uns helfen könnt? Spendet weiter (UBT e.V., DE94 7205 0000 0251 9148 67, Betreff: Spende – Corona-Hilfe) – alle Gelder werden ausschließlich für soziale Aktionen verwendet. Bleibt solidarisch – Augsburg hält zusammen!Ulrich-Biesinger-Tribüne e.V.